Karben. „Willkommen, liebe Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten“, schallte es am Freitagnachmittag über das Gelände des Karbener Jukuz, wo mit einem großen Abschlussfest und einer Show der diesjährige Kinderplanet endete. Die rund 360 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren zeigten ihren Angehörigen stolz, was sie in den beiden ersten Ferienwochen gebastelt, gebaut und einstudiert hatten.
„Avatar – im Bann der Elemente“ lautete der Titel der diesjährigen Spielgeschichte. In den zwei Kinderplanet-Wochen drehte sich alles um die Elemente Wasser, Feuer, Erde und Luft und wie sie zu bändigen sind.
So sei etwa das Volk des „Erdkönigreichs“ während des Kinderplaneten zu „Erdbändigern“ ausgebildet worden, wie „Erdkönig Haru“ erklärte. Er gehörte zu den Betreuungspersonen, die in der Spielgeschichte eine eigene Identität mit besonderem Namen erhielten.
Wie das „Erdbändigen“ funktioniert, erklären Ida, Johanna und Emilia: mit tanzähnlichen Schritten und Gesten, dazu bunte „Erdbändigerringe“, die vor die Brust gehalten werden. Diese Ringe haben die Kinder natürlich selbst gebastelt, wie auch die Steinmobiles, die sie am letzten Tag fertigten, und viele andere Dinge.
Hütten im Wald gebaut
Doch es wurde nicht nur gebastelt und gespielt, berichten sie, es wurde auch im angrenzenden Wald weitergebaut, wo die drei an einem Haus mit Spitzdach und Balkon gearbeitet haben.
Und wie hat ihnen der Kinderplanet in diesem Jahr gefallen? „Super!“, sind sie sich einig, wie auch in den Jahren zuvor: Ida und Johanna waren schon zum dritten Mal dabei, Emilia zum zweiten Mal. Auch ihre Mütter sind zufrieden. Der Kinderplanet biete immer ein abwechslungsreiches Programm und sei wunderschön gemacht, die Kinder würden gut betreut und erlebten kreative Sommerferien, sagt Caroline Prosemjak, Idas Mutter.
„Seid ihr bereit?“, erschallt es von der Bühne auf der großen Wiese, die nach zwei intensiv genutzten Wochen ein wenig mitgenommen aussieht. „Ja!“ – und schon laufen die Kinder ein: das Wasservolk mit seinen Stämmen zu dramatisch anmutender Musik, gefolgt vom Erdkönigreich und den tanzenden und hüpfenden Luftnomaden.
Dann geht die Abschluss-Show los. „Wir sind das Wasser, wir sind die Flut“, singen die Wasserstämme. Auch das Erdkönigreich hat ein Lied einstudiert, und die Luftnomaden, die zu waschechten Bändigern ausgebildet worden seien, wie ihre Betreuerin sagt, zeigen das Luftbändigen: mit ausholenden Gesten und Pusten.
Am Ende wird alles gut
Auch die Spielgeschichte, die die Fantasie und Kreativität der Kinder anregen sollte, endete mit dem Kinderplaneten und ging natürlich gut aus. Nachdem der Feuerlord die ewige Flamme geholt, die Stämme bedroht und damit das Gleichgewicht der Elemente gestört hatte, wehrten sich die Elemente erfolgreich dagegen und retteten die Feuernation, die wieder aufgebaut werden kann.
„Das waren tolle Wochen mit tollen Menschen. Wir hoffen, dass wir den Kindern zwei schöne Ferienwochen bereiten konnten“, sagt Jukuz-Leiter Thomas Frühauf. Das sei gelungen, fand Marion Rohmfeld, Jukuz-Mitarbeiterin und Mitorganisatorin.
Die Kinder seien begeistert und schnell in der Spielgeschichte drin gewesen. Auch das Wetter – zwischen der großen und einer kleineren Hitzewelle – habe gut mitgespielt. Und so gab es viele glückliche Kinder, aber auch Betreuungspersonen, die viel Spaß hatten.
Für rund vierzig Kinder war es der letzte Kinderplanet, sagt Bürgermeister Guido Rahn, denn sie seien zu alt, um im kommenden Jahr wieder teilzunehmen. Zum Trost hatte er ihnen Freikarten fürs Schwimmbad mitgebracht.
Mit einem großen Abschlussbild aller Beteiligten auf und den Kindern vor der Jukuz-Bühne neigte sich das Kinderplanetfest dem Ende entgegen. Noch mal schnell zu den Zelten der Völker oder in den Wald, um den Eltern die Holzbauten vorzuführen, dann ein Tanz zum Abschluss, und auch der diesjährige Karbener Kinderplanet war Geschichte.
Von Christiane Kauer

