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Stimmzettel ohne Berufsangabe

Karben. Welchen Beruf ein Kandidat hat, werden die Wähler in Karben weiterhin nicht auf dem Stimmzettel erfahren. Mit dem Vorschlag, diese zusätzliche Information für die nächste Kommunalwahl Anfang März 2016 einzuführen, hat sich die SPD im Stadtparlament nicht durchsetzen können.

Weil sich viele Wähler erst am Tag der Wahl entschieden, sei diese Information „ein Mehrwert für den Wähler“, wirbt Kai-Uwe Engel (SPD). Wahlanfechtungen wegen unzulässiger Berufsbezeichnungen befürchtet dagegen CDU-Fraktionschef Mario Beck. Auch beinflusse die Angabe die Wahlbeteiligung nicht: „Das ist nur interessant für diejenigen, die schon in der Wahlkabine stehen.“

Da müsse man „Vertrauen in die Bevölkerung haben, dass sie sich informiert“, findet Grünen-Fraktionsvize Rainer Knak. So folgt kein anderer Stadtverordneter der SPD-Fraktion.

Grünes Licht gaben die Stadtverordneten stattdessen dem bisherigem Procedere: Außer dem Namen werden auf dem Stimmzettel der Wahl fürs Stadtparlament nur Geburtsjahr und Stadtteil des Kandidaten aufgeführt. Die Stimmzettel für die Ortsbeiratswahlen beinhalten weiter nur den Namen. (den)